Projektort:
Mazera, Provinz Extrême-Nord, Kamerun
Projektleitung:
Junioren-Team
Projektaufwand:
CHF 33′100.- (Reis), CHF 33′300.- (Brunnen), CHF 7′900.- (medizinisches Zentrum), CHF 41′600.- (Schulhaus)
Hunger und Wassermangel sowie der schlechte Zustand der Schule und des medizinischen Zentrums machten den Menschen in diesem Dorf das Leben schwer.
Mazera ist ein Dorf mit ca. 2′500 Einwohnern in der Provinz Extrème-Nord von Kamerun. Wie viele Dörfer in dieser Region ist auch Mazera geprägt durch die isolierte geographische Lage, die Vernachlässigung durch den Staat und damit auch durch grosse Armut (diese konnte aber dank des Projekts gemindert werden). Nach der Besichtigung des Dorfes durch IPA und ausführlichen Gesprächen mit unserem lokalen Partner und der Bevölkerung von Mazera wurden vier Teilprojekte zur Verbesserung der Situation ausgearbeitet. Sie werden im Folgenden je kurz erläutert. Unser Ziel war es natürlich, alle Teilprojekte zu realisieren, doch besteht auch die Möglichkeit, schrittweise einzelne Projekte durchzuführen.
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Der wachsende Reis im Sommer 2007 und die Reissäcke in einem trockenen Lagerraum im Januar 2008
Das Ziel dieses Teilprojektes bestand darin, gegen die chronische Unterernährung anzukämpfen. Es handelte sich unter anderem um:
- Die Förderung des Reisanbaus (unter Berücksichtigung von Umweltstandards) und des Einkommens der einzelnen Haushalte und des Dorfes Mazera.
- Die Vermittlung von Wissen an die Bauern bezüglich verbesserter Anbautechniken.
Das Ziel dieses Teilprojekts konnte erreicht werden. Am Ende der ersten Saison (2007) wurden dank der Wissensvermittlung 74 Tonnen Reis geerntet. Das Hungerproblem im Dorf ist damit viel kleiner geworden, und die Reisbauern haben sich vorgenommen, in den kommenden Jahren mehr als 27 Hektaren zu bewirtschaften und dadurch die Produktion noch zu vergrössern.
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Zwei neue Pumpbrunnen wurden installiert
Das Dorf besass nur einen Pumpbrunnen; viele Bewohner fanden so nur schwer Zugang zu sauberem Wasser. Der Bau von zwei zusätzlichen Brunnen sollte die Wasserversorgung für einen grossen Teil des Dorfes ermöglichen.
Noch vor Beginn der Regenzeit im Sommer 2007 gelang es, zwei Pumpbrunnen zu bauen, um den Dorfbewohnern Trinkwasser zur Verfügung zu stellen. Die beiden neuen Brunnen werden von einem Komitee verwaltet, und im Zusammenhang mit der Nutzung gibt es klare Regeln. So soll gewährleistet sein, dass die Brunnen in Zukunft einwandfrei funktionieren.
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Die medizinischen Instrumente wurden registriert, und der Erhalt von Möbeln war ein Dorfereignis
Ein Gebäude war zwar vorhanden und durchaus intakt, es hatte jedoch so gut wie keine Einrichtung. Wichtig erschienen die Anschaffung von medizinischen Hilfsmitteln, von Instrumenten für kleinere Operationen und von Labormaterialien, denn die Behandlung von Patienten war fast unmöglich. Auch sollte eine Inneneinrichtung zur Verfügung gestellt werden.
Die genannten Gegenstände und Utensilien wurden im Februar 2008 eingekauft und registriert und sind seither in Gebrauch. Den Patienten ist eine grundlegende Behandlung garantiert, und viele gesundheitliche Probleme können nun gelöst werden. Die finanziellen Mittel reichten ausserdem aus, um elementare Einrichtungsgegenstände zu beschaffen.
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Eines der beiden Schulgebäude vorher und nachher
Ein Teil der Schulgebäude war stark renovierungsbedürftig. Um den Hunderten von Kindern im Dorf eine gute Schulbildung ermöglichen zu können, waren Renovationsarbeiten, Mobiliar und Bücher dringend nötig.
Dank den grosszügigen Spenden konnten im März 2008 zwei der drei Schulgebäude von Mazera total saniert werden. Die Primarschüler sind aber auch glücklich über die erhaltenen Tischbänke und Wandtafeln, denn so lässt es sich viel leichter und bequemer lernen, als wenn man am Boden sitzen muss. Ausserdem gibt es jetzt Lehrmittel, womit die Qualität des Unterrichts nochmals bedeutend gesteigert werden kann.


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